Die CDU Mecklenburg-Vorpommern hat ein Problem. Also schickt sie Philipp Amthor.

4,9 Prozent, raus aus dem Landtag, Landeschef weg, Generalsekretärin weg – die CDU Mecklenburg-Vorpommern erlebt politisch ungefähr das, was andere Parteien nur in ihren Albträumen durchmachen.

Und wer soll den Laden nun retten?Philipp Amthor als Heilsbringer in Mecklenburg-Vorpommern?

Philipp Amthor.

Ja, genau der Philipp Amthor, der offenbar gerade zur politischen Feuerwehr befördert wurde – obwohl die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr brennt, sondern bereits gelöscht ist.

Amthor übernimmt kommissarisch einen Landesverband, der nach dem historisch schlechtesten CDU-Ergebnis bei einer Landtagswahl in der Bundesrepublik ohne eigene Fraktion dasteht. Ein ziemlich ambitionierter Auftrag für jemanden, der gleichzeitig noch Staatsminister im Kanzleramt sein darf.

Ob er den Landesvorsitz dauerhaft übernehmen möchte? Weiß er selbst noch nicht.

Aber warum sollte man sich auch festlegen, wenn man zunächst einmal als politischer Notarzt zu einem Patienten gerufen wird, der bereits aus dem Landtag getragen wurde?

Die CDU hat also einen historischen Absturz hingelegt und reagiert darauf mit einem Mann, der nun den Eindruck erwecken soll, dass alles irgendwie unter Kontrolle sei.

4,9 Prozent – aber 100 Prozent Amthor.

Wenn die CDU Mecklenburg-Vorpommern wirklich „neue Hoffnung“ schöpft, dann offenbar nach dem Motto:

Schlimmer kann es nicht werden. Und falls doch, ist wenigstens Philipp Amthor da.

Philipp Amthor als Heilsbringer in Mecklenburg-Vorpommern?Philipp Amthor als Heilsbringer in Mecklenburg-Vorpommern?